Das BMBF-geförderte Chirurgische Regionalzentrum Göttingen hat sich in der zweiten Förderperiode (2010-2013) den nachhaltigen Aufbau einer regionalen Infrastruktur zur Durchführung von chirurgischen Therapieoptimierungsverfahren (Klinische Studien) in Krankenhäusern aller Versorgungsstufen zum Ziel gesetzt. In der Region Göttingen sollen chirurgische Kliniken akademischer Lehrkrankenhäuser und bisher nicht-universitär angebundener Einrichtungen adäquate Rahmenbedingungen zum Einschluss von Patienten in randomisierte und multizentrische klinische Studien ermöglicht werden. Neben der effizienten Durchführung von klinischen Studien erfolgt eine Studien-orientierte Weiterbildung von Ärzten und Pflegepersonal durch die Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Damit soll auch die eigenständige Konzeption und Durchführung klinischer Studien erleichtert werden. Mit der Regionalzentrumsbildung in Göttingen wird das Patienten-gebundene Rekrutierungspotential bislang Studien-inaktiver Kliniken in der Region erfasst und die Voraussetzung geschaffen, Studien in den operativen Fächern zügig vor Ort umzusetzen.

In enger Zusammenarbeit mit allen Regionalzentren setzt sich das CHIR-Net zum Ziel eine bundesweite flächendeckende professionelle Infrastruktur für die Durchführung Klinischer Studien nach international anerkannten Standards in der operativen Medizin zu schaffen. Um eine nachhaltige Studienkultur etablieren zu können, ist sowohl die Ausbildung junger Chirurgen in der Methodik und Konzeption Klinischer Studien als auch die Unterstützung der regionalen Häuser durch qualifiziertes Personal notwendig. Fortbildung und Unterstützung sind somit wesentliche Aufgaben unseres Chirurgischen Regionalzentrums.

Sprecher des Chirurgischen Regionalzentrums Göttingen sind Prof. Dr. M. Ghadimi und PD Dr. T. Liersch.